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Über Pinsel.AR

Idee

Die Idee vom Projekt besteht darin, um das Erbe von Pinsel mittels der Instrumente der erweiterten Realität zu erfassen.

Pinsel

Ein außergewöhnlicher Barockbildhauer — Meister Pinsel — innerhalb von über Jahrzehnte, in den 1750er Jahren, schuf er wundervolle Tempelskulpturen in den Ländern der heutigen Ukraine, und das war die Bildhauerkunst von so hohem geistigem und emotionalem Niveau, dass sie nicht aufhört, den Geist des Menschen von heute zu berühren. Diese Skulpturen wurden aus ihren vorwiegend vernachlässigten architektonischen Umgebungen gesammelt, genommen oder gerettet und sind zu einem reflexiven Erbe unserer Kultur geworden — das, was uns ihr kreatives Potenzial in der Kultur sehen lässt.

Erbe

Gerade das Potenzial von Pinsels kulturellem Erbe, seine Fähigkeit, nicht nur ein Museumsartefakt, ein intellektuelles Argument oder ein Kunststudienbeispiel zu sein, lässt uns darüber nachdenken, was dieses Erbe sonst noch ist und, wie wir aktuell und lebhaft, ganzheitlich und umfassend unter Einbeziehung von unterschiedlichen Perspektiven und sämtlichen Erfahrungen über es reden können. Und das bedeutet auch, verantwortungsbewusst mit dem Erbe umzugehen, das heißt, es nicht nur so, wie sie ist, zu verstehen, sondern entsprechend zu handeln, ohne den Sinn für das goldene Mittel zwischen der Bewahrung und der Erneuerung zu verlieren.

Unsere Arbeit

Technologische Werkzeuge unserer Zeit ermöglichen es uns, diese Aufgabe auf eine neue Art und Weise anzugehen. Wir nutzen die Technologien der sogenannten vermischten Realität, bei der digitale Technologien unsere Wahrnehmung der Realität auf verschiedene Weise ergänzen.

Digitale Konservierung

Die erweiterte Realität erfordert, dass wir die Qualität des Werkes fixieren, reproduzieren und danach sie in das digitale Artefakt verwandeln. Von Anfang an — qualitative Fixierung — wirkt es zu seinen Gunsten. Aufgrund des unangemessenen (zu unterschiedlichen Zeitpunkten) Zustandes von Skulpturen ist die digitale Konservierung besonders für Restauratoren und Forscher von Nutzen, die nicht nur mehr über die physischen Zerstörungsprozesse des Objekts und die Möglichkeit seiner professionellen Restaurierung erfahren, sondern auch die Untersuchungen der einzelnen Skulpturen auf einem angemessenen Niveau  durchführen können (z. B. die Röntgen-, Infrarot- und Ultraviolettanalyse, Mikroskopie und Radiokohlenstoff-Analyse). Das kumulative Verständnis des physischen Zustands der Dinge wird für Interpreten — Historiker, Kunsthistoriker, Kulturologen, Philosophen — zu einem präziseren Ausgangspunkt oder Argument, die dann in die Lage versetzt werden, das Erbe des Meisters auf eine neue und andere Weise zu betrachten

3D-Modellierung

Die dreidimensionale Modellierung von Pinsels Skulpturen und deren Präsentation entweder im Internet oder in verschiedenen Ausstellungsformen machen sie für die sämtlichen Personen zugänglich, einschließlich für diejenigen, die die Museen von Lwiw, Ternopil, Iwano-Frankiwsk oder anderen Orten direkt besuchen können, wo die Werke des Bildhauers erhalten bleiben. Mit dem digitalen “Original” der Skulptur können wir das Objekt nicht nur dynamisch, aus verschiedenen Blickwinkeln, mit unterschiedlichen Detaillierungsgraden sehen, sondern auch ohne Einschränkung viel länger darauf fokussieren.

Die korrekte Einbeziehung von dreidimensionalen Modellen in die Museumsausstellung bereichert die Darstellungsmöglichkeiten des Museums selbst, öffnet es sowohl für das neue Publikum als auch für neue Ausstellungsvariationen (zum Beispiel virtuelle Rekonstruktionen der ursprünglichen Tempelinnenräume).

Zugänglichkeit

Die gedruckten virtuellen Skulpturenmodelle machen Pinsels Werke in mindestens noch zwei weiteren wichtigen Aspekten zugänglich. Der 3D-Druck ermöglicht den blinden Menschen die skulpturale Plastik des Meisters an der Berührung kennenzulernen und den Studenten — Maler, Bildhauer, Restauratoren und Animatoren — die verschiedenen Techniken des Zeichnens, der Plastik und des Modellierens zu beherrschen.

Entwicklung

Das Pinsel.AR-Projekt befasst sich in dieser Phase vor allem mit der hochwertigen Sammlung, Verarbeitung und Präsentation der Informationsbasis von Skulpturen, die zur Schaffung einer erweiterten Realität benötigt werden. Dafür verwenden wir hochwertige Fotoausrüstung, professionelle Beleuchtung, 3D-Scanner und Drohnen. Darüber hinaus ist die Qualität der virtuellen Modelle, die wir erreicht haben, weit über den tatsächlichen Möglichkeiten der heutigen Technologie — wir glauben, dass dieses Potenzial in einigen Jahren zu Gunsten des Erbes von Pinsel wirken wird. Alle Vektoren für die weitere Entwicklung des Projekts sind momentan nicht vorhersehbar, aber wir sehen bereits die wahrscheinlichen Stadien der Verwendung der erstellten Modelle in der VR und in der Medienkunst. Und natürlich in der weiteren, würdigen Erforschung und Popularisierung der Werke von Pinsel.

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