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Die Heilige Maria

Geschichte der Erschaffung

Die weiße Steinskulptur der Jungfrau Maria befindet sich auf der Säule vor der Nordfassade der römisch-katholischen Missionarskirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria in Horodenka. Der Tempel wurde nach dem Entwurf von Bernhard Meretyn erbaut. Die Urheberschaft von Johann Pinsel ist zweifelhaft.

Beschreibung der skulpturalen Komposition

Die Kopfhaltung der Skulptur der Heiligen Jungfrau Maria ist statisch, der Gesichtsausdruck ist ruhig, die Hände sind an die Brust gedrückt. Der Autor schnitzte das Kleid und den Schal mit reihenfolgenden Vertiefungen, ohne scharfe Kanten und geometrische Flächen.

Der Bildhauer stellt keine Vergleiche von grotesk geschnitzten Handgelenken und dem Kopf dar, betont keine weibliche Haltung mit heftiger Draperie, wie Johann Pinsel es in plastischen Kompositionen zeigte. Marias Kleidung ist dezent geschnitzt, ihre Figur ist unbewegt. Löcher in den Schultern weisen auf einen verlorenen Metallnimbus mit Sternen hin.

Die Säule, auf der die Skulptur steht, ist in korinthischer Ordnung gefertigt. Ihr Säulenknauf unterscheidet sich von denen, die sich an der Fassade befinden, durch die Abwesenheit von Rocaillen. Die stilistische und kompositorische Struktur der Säule, die Proportionen und plastischen Merkmale der Kartusche mit dem Wappen von Pyljaw, kleine Konsolen und Rosetten sind typisch für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf der Karte von Friedrich von Mieg vom Ende des 18. Jahrhunderts gibt es keine Säule.

Im Jahr 1866 wurde die Kirche unter der Aufsicht des Kunstwissenschaftlers und Grafen Metschyslaw Potocki restauriert. Wahrscheinlich gehörte zwar ihm die Idee, die Säule zu installieren.

  • Die Heilige Maria. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.
  • Kalkstein.
  • Höhe: 152x96x82.
  • Aufbewahrungsort: Platz vor der Missionarskirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria in Horodenka.
  • Literatur: Krasny P., Ostrowski J. K. Kościół parafialny p.w. Niepokalanego Poczęcia Najśw. Panny Marii i dawny klasztor Misjonarzy w Horodence // Kościoły i klasztory rzymskokatolickie dawnego województwa ruskiego. — Kraków : «Antykwa», drukarnia «Skleniarz», 2009. — T. 18. — 509 il. — S. 85. — (Materiały do dziejów sztuki sakralnej na ziemiach wschodnich dawnej Rzeczypospolitej. Cz. I). Hornung Zbigniew. Pinsel (Pinzel), imię nieznane (zm. ok. 1770) // Polski Słownik Biograficzny. — Wrocław — Warszawa — Kraków — Gdańsk : Zakład Narodowy Imienia Ossolińskich, Wydawnictwo Polskiej Akademii Nauk, 1978. — T. XXVI/2, zeszyt 109. — S. 344.