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Bozzetto Prophet Abraham

Geschichte der Erschaffung

Der Bozzetto Prophet Abraham war ein Teil des Holzmodells des Seitenaltars der römisch-katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Monastyrys’ka. Johann Pinsel schuf diese Skulpturskizze im Jahr 1761.

Beschreibung der skulpturalen Komposition

Johann Pinsel schnitzte den Bozzetto gespannt, emotional und vertikal. Er bearbeitete die Drehung und Neigung des Kopfes auf seine eigene dynamische Weise. Beide Hände des Propheten Abraham sind diagonal auseinandergebracht, die Beine sind elastisch und leicht angewinkelt. Sein Gewand ist unansehnlich und hat spitze Falten. Der Umhang bedeckt den Rücken und teilweise die Beine. Der Kopf und die Arme sind realistisch und deutlich in Holz geschnitzt.

Johann Pinsel schuf den Bozzetto des Propheten Abraham im Verhältnis und unter Berücksichtigung der dreidimensionalen Größe des Innenraums der Kirche Mariä Himmelfahrt in Monastyrys’ka. Die Miniatur unterscheidet sich von der großen skulpturalen Komposition des Altars: Es wäre wahrscheinlich, dass Johann Pinsel schon während der Arbeit an dem Werk Sinnanpassungen vorgenommen hätte. Es war eine ungewöhnliche Entscheidung, die Figur Abrahams auf dem Seitenaltar gegenüber der Skulptur vom König David zu platzieren. Der Prophet Abraham ist einer der drei geistlichen Vorfahren der gesamten Menschheit im Judentum, Christentum und Islam. Somit repräsentiert seine Figur visuell die ökumenische Weltanschauung und die religiösen Überzeugungen von Johann Pinsel.

Auf der Basis der Bozzetto-Plinthe hat sich eine Öffnung für die Montierung der Figur in der architektonischen Gesamtkomposition des Modells des Seitenaltars erhalten. Der Standort des Modells ist leider nicht bekannt.

  • Bozzetto Prophet Abraham. 1761.
  • Lindenholz, Lindenholz, Spachtelmasse, weiße Farbe.
  • Abmessungen: 115x63x51.
  • Aufbewahrungsort: Bayerisches Nationalmuseum in München. 2000/392.
  • Stammort: Holzmodell des Seitenaltars der römisch-katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Monastyrys’ka, Region Ternopil